Vorbereitung

5 Gründe, warum du jede Präsentation üben solltest

Dein Präsentationstraining - Präsentation üben

Du willst ein Profi sein? Gerne. Was haben Profis aller Art gemeinsam? Sie üben, trainieren und proben. Du solltest deine PowerPoint Präsentation üben! Das Üben einer Präsentation kann den entscheidenden Unterschied machen.

Mit diesem Artikel breche ich eine Lanze für das Üben von Präsentationen. Haben wir nicht alle genug von langweiligen und zeitraubenden Präsentationen? Wenn, dann richtig!

 

5 Gründe, warum du jede Präsentation üben solltest

1. Du lernst den Fluss der Präsentation

Der Fluss der Präsentation ist sehr wichtig. Es ist schwer zu sagen, was der Fluss eigentlich ist, aber eine Präsentation fließt immer, von der Einleitung, zum Hauptteil zum Schluss.  Deine Argumente und Punkte bilden in ihrer Gesamtheit den Fluss der Präsentation. Durch das Proben lernst du mit dem Fluss der Präsentation zu gehen.

Für jede top Präsentation ist es wichtig, dass du dich mit den Inhalten identifizierst. Das geht nur, wenn du den Fluss der Präsentation beherrschst.

Hierzu zählen auch die Abstimmungen der Folien. Wenn der Foliensatz fertig ist und du ihn das erste Mal probst, merkst du erst was für Folien und was für einen Fluss du gebaut hast. Du wirst hier auch merken, ob der Zuhörer ggf. die Krise kriegt, weil der Hauptteil langweilig ist. Das merkst du, wenn selbst du beim Präsentieren Langweile hast. Stell dir vor, wie es am anderen Ende sein muss.

Insbesondere bei Teampräsentationen ist es vorteilhaft, den Fluss der Präsentation geprobt zu haben. Machst du oder ihr das nicht, lauft ihr Gefahr zu hakelig zu präsentieren. Die Präsentation wirkt abgehakt.

Noch kannst du Anpassungen an der Aufteilung der Teammitglieder und dem Foliensatz machen.

 

2. Du reduzierst dein Lampenfieber

Du kennst das, schwitzige Hände und irgendwie ein flaues Gefühl in der Magengegend. Wenn du die Präsentation durchgehst, sagen wir zehnmal, ist es garantiert, dass du weniger Lampenfieber hast. Zehnmal natürlich nur, wenn du keine 100 Folien präsentierst.

Mindestens das Lampenfieber am Tag vorher wird gesenkt. Und übrigens hat auch ein selbstbewusster Robbie Williams Lampenfieber.

Das Lampenfieber ist ein weit verbreitetes Phänomen. Auch ich habe vor der einen oder anderen Präsentation Lampenfieber. Das ist normal!! In einem Blog-Artikel von Buffer wird die Vorbereitung als Nummer 1 Faktor zur Minderung von Lampenfieber genannt. Eine Studie unter Musikern hat außerdem ergeben, dass erfahrenere Musiker weniger Lampenfieber haben (Steptoe & Fidler 1987). Also los, übe und übe dann wird es in Zukunft auch weniger.

Und bis zu einem gewissen Grad ist Lampenfieber auch gut und normal, denn deine grauen Zellen arbeiten auf Hochtouren – siehe Zeit Wissen.

Jedenfalls steht fest, dass du das Lampenfieber reduzierst, indem du den Inhalt der Präsentation übst und immer wieder probst. Ist irgendwie verständlich oder?

 

3. Du kannst besser auf deinen Zuhörer eingehen

Die wenigsten Präsentationen entstehen, weil der Präsentierende so viel Spaß daran hat. Im Vordergrund steht immer der Zuhörer und um den geht es bei jeder Präsentation. Ob Dozent, Vorgesetzter oder Investor, es geht immer darum Inhalte jeglicher Art an das Publikum zu bringen.

Du kannst viel mehr auf deinen Zuhörer eingehen, wenn du deine Inhalte kennst. Du musst dich nicht mehr wie verrückt konzentrieren die Inhalte halbwegs auf die Kette zu kriegen. Du kennst die Inhalte.

Du kannst die Reaktionen deiner Zuhörer auf das Gesagte besser und aufmerksamer beobachten. Bei einer Präsentation zum Kolloquium ist das wichtig, weil dir das ggf. einen Aufschluss über kommende Fragen gibt.

Kennst du die Inhalte, kannst auch besser auf Fragen im Anschluss der Präsentation antworten. Du kannst dich eher auf die Antwort konzentrieren als auf den Inhalt der Präsentation. Das verschafft dir einen extrem professionellen Auftritt.

 

4. Du bekommst ein Gefühl für die Zeit

Die meisten Präsentationen haben einen zeitlichen Rahmen. Manche Dozenten lieben es, wenn die zeitliche Vorgabe getroffen wird oder es fließt sogar mit in die Bewertung ein. Am besten noch auf die Minute. Alles, zwischen 10 Minuten und 60 Minuten, kann meines Erachtens nach so getimt werden, dass es genau klappt.

Wenn du die Präsentation mit einem Timer mehrmals durchgehst, wird die Zeit dein Freund und du kannst die Zeit nutzen. Der Zeitrahmen ist ja nicht dazu da dich zu ärgern, sondern eine getaktete Vorlesung oder Meeting sicherzustellen.

Außerdem zeigt dein Zeitgefühl, dass du dich um den Zuhörer und seine Zeit kümmerst. Wir waren doch alle schon in Präsentation bei denen der Präsentierende dachte, ihm gehört die Welt… und deine Zeit.

Somit ist es für alle besser, wenn du dich an die Vorgabe hältst. Es zeigt einfach, dass du ein Profi bist und deine Inhalte so kommunizieren kannst, wie notwendig. Du kannst deine Ideen und Konzepte auch verkaufen, wenn du nur eine Minute hast.

 

5. Du wirst sicherer mit den Inhalten

Mit Abstand der wichtigste Punkt von allen. Durch Übung sitzen die Inhalte. Nachdem du die Präsentation mehrmals durchgegangen bist kannst du Zahlen Daten Faken – OHNE AUF DEN SLIDE ZU SCHAUEN – zitieren.

Hier beginnt echtes Präsentieren. Die Souveränität, mit der du deine Inhalte kommunizieren kannst, hängt maßgeblich mit der Übung der Präsentation zusammen.

Ein noch so talentierter extrovertiertes Labersack kann eine gut studierte Präsentation im Detail nicht übertreffen. Und glaub mir, der Zuhörer merkt es, wenn leere Worthülsen verkauft werden oder wenn Inhalte massiv fundiert sitzen.

Ein weiterer wichtiger Vorteil der Übung ist, dass du auf die Karteikarten verzichten kannst. Endlich frei reden. Das geht nur, wenn du ausreichend Zeit in das Üben der Präsentation gesteckt hast.

Auch wenn Du sonst nicht gerne präsentierst, oder du denkst du kannst nicht präsentieren, macht dich das Üben zu einem besseren Präsentator. Wenn du bereits fit bist, dann machen dich Übungen noch besser! Von Präsentation zu Präsentation wirst du schneller, besser und weniger Zeit aufwenden müssen für das Üben.

 

Wie genau funktioniert das Üben???

Zunächst die fertige Präsentation durchgehen.

1-2. Mal: Auf die Slides schauen und sich von den Folien leiten lassen – Timer im Blick

3-4. Mal: Versuchen nicht mehr auf die Slides zu schauen – nur bei Hängern

5-6. Mal: Ganz ohne Slides – Blick immer zum Publikum – Lass dir Feedback geben

7-10. Mal: Hier beginnt das Pro-Level – du kannst Nuancen der Präsentation und deiner Message hervorheben und durch deine Körpersprache und Betonung unterstreichen

 

Zusammenfassung

Üben klingt zeitaufwändig. Ist es auch! ABER es lohnt sich und zwar wie. Du wirst von Mal zu Mal merken, wie du besser wirst. Meine Empfehlung, je nach Länge der Präsentation, ist 5-10 Wiederholungen. Gestreckt auf den Tag vor der Präsentation und am Tag der Präsentation ein paar Stunden davor.

Deine Präsentation zu üben hilft dir verschiedene Dinge gleichzeitig zu erledigen. Du kommst in den Fluss der Präsentation und du reduzierst dein Lampenfieber. Weiterhin rückt dein Zuhörer durch das Üben mehr in den Fokus und die Zeit rennt dir nicht mehr davon.

Zu guter Letzt ist Content King und nur wenn du deinen Content kennst, bist du King.

 

Hier das ganze als Präsentation. Viel Spaß beim anschauen.

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Quellen

Steptoe, A., & Fidler, H. (1987). Stage fright in orchestral musicians: A study of cognitive and behavioural strategies in performance anxiety. British Journal Of Psychology, 78(2), 241.

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